Aktuelle Studien am Kölner Alzheimer Präventionszentrum und FETZ

Models of Patient Engagement for Alzheimer's Disease (MOPEAD)

MOPEAD arbeitet daran, die Früherkennung der Alzheimer-Krankheit zu verbessern und den Nutzen der frühzeitigen Identifikation von Menschen mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen stärker in den Fokus zu rücken.

 

Das Projekt setzt verschiedene Strategien und Maßnahmen ein und bewertet den Nutzen für die Patientenidentifikation. Mehrere regionale Studienzentren sind beteiligt, um Strategien zur effizienten Früherkennung von leichter kognitiver Beeinträchtigung und leichter Alzheimer-Demenz zu identifizieren und zu testen. Das Projekt wird in Deutschland, Schweden, Slowenien, Spanien und den Niederlanden durchgeführt. Die Modelle zur Früherkennung sind: eine kostenlose Gedächtnisuntersuchung in einer Gedächtnisambulanz, ein Online-Test im Internet und Gedächtnistestungen bei Diabetologen und Hausärzten.

 

MOPEAD wird gefördert durch die Innovative Medicine Initiative (IMI), EU/EFPIA.

European Prevention of Alzheimer’s Dementia Consortium (EPAD)

Im Projekt EPAD soll die sehr frühe Krankheitsphase der Alzheimer-Krankheit erforscht werden. Hierfür werden gesunde Personen und Personen in einem frühen Stadium der Erkrankung in regelmäßigen Abständen auf Risikofaktoren für die Alzheimer-Krankheit untersucht. Diese Untersuchungen umfassen Gedächtnistestungen, eine Kernspintomographie des Gehirns, Bluttests, genetische Untersuchungen und eine Untersuchung des Nervenwassers. Personen, bei denen Alzheimer-typische Veränderungen nachgewiesen werden, haben dann die Möglichkeit an Präventionsstudien teilzunehmen, die Ebenfalls im Rahmen des EPAD Projektes durchgeführt werden.

 

EPAD wird gefördert durch die Innovative Medicine Initiative (IMI), EU/EFPIA.

Amyloid Imaging to Prevent Alzheimer’s Disease

Bei AMYPAD handelt es sich um ein Ergänzungsprojekt zum EPAD Projekt. Zusätzlich zu den Untersuchungen im Rahmen von EPAD wird eine sogenannten Amyloid-PET Untersuchung durchgeführt. Mit Hilfe dieser Untersuchung können Ablagerungen des Amyloid-Eiweißes im menschlichen Gehirn nachgewiesen werden. Diese Amyloid-Ablagerungen werden auch als Amyloid-Plaques bezeichnet und sind ein typisches Kennzeichen der Alzheimer-Krankheit.

 

AMYPAD wird gefördert durch die Innovative Medicine Initiative (IMI), EU/EFPIA.

GENERATION Studie

Gemeinsam mit unserem Kooperationspartner, dem Unternehmen Novartis, führen wir derzeit die GENERATION Studie durch. Diese Studie richtet sich an gesunde Erwachsene ab 60 bis 75 Jahre ohne Gedächtnisprobleme, die ein erhöhtes Risiko für Alzheimer haben. Das höhere Risiko wird durch genetische Untersuchungen festgestellt. Weitere Informationen zu dieser Studie können Sie per E-Mail an praevention-alzheimer@uk-koeln.de oder telefonisch unter +49 (0) 221 478-78999 anfragen.

Personalisierte Prognostische Verfahren zur Früherkennung von Psychosen (PRONIA)

In der Beobachtungsstudie PRONIA geht es um die Entwicklung eines prognostischen Verfahrens für die Früherkennung von Psychosen. Psychosen beginnen in der Regel in der produktivsten und kritischsten Lebensphase – im späten Jugendlichen- und im frühen Erwachsenenalter. Bei rund 75-90 Prozent der Personen, die eine ausgewachsene Erkrankung entwickeln, gibt es frühe Symptome wie mangelnde Konzentration, Stimmungsschwankungen, Erschöpfung und Leistungseinbußen. Ob sich eine solche psychologische Krise zu einer psychotischen Störung entwickeln wird, ist bislang kaum zu sagen. Hier setzt das von der EU geförderte multizentrische PRONIA-Projekt an. Durch die Entwicklung eines prognostischen Verfahrens für die Früherkennung von Psychosen sollen Ärzte mit höherer Sicherheit einschätzen können, wie hoch das Erkrankungsrisiko bei Personen mit einem Hochrisiko-Zustand ist und wie hoch das Risiko von Hochrisiko-Personen und ersterkrankten Patienten ist, an dauerhaften sozialen und beruflichen Beeinträchtigungen zu leiden. Die Möglichkeit, dadurch Behandlungsstrategien frühzeitig auf den Einzelfall abstimmen zu können, kann das jeweilige Risiko des betreffenden Patienten, an einer Psychose zu erkranken, deutlich senken.

 

PRONIA wird gefördert durch EU FP7.

Interventionsstudien

In unserem Früherkennungs- und Therapie-Zentrum für psychische Krisen (FETZ) werden außerdem verschiedene Interventionsstudien nach höchstem ethischen und wissenschaftlichen Standard angeboten. Derzeit können wir Teilnehmern eine Präventionsstudie anbieten, welche das Risiko, an einer Psychose zu erkranken, potenziell reduzieren kann, sowie zwei Studien mit innovativen psychotherapeutischen und medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten zur Verbesserung der Genesung bei bestehender Psychoseerkrankung.